Der Unterschied zwischen tagbasiertem und listenbasiertem E-Mail-Marketing

Arbei­ten Sie bereits mit E-Mail Mar­ke­ting? Die ein­fa­che Art mit sei­nen Kun­den in Kon­takt zu blei­ben, fin­det immer mehr Anhän­ger. Doch nur weni­gen Nut­zern ist bekannt, dass es zwei grund­sätz­lich ver­schie­de­ne Ansät­ze gibt, E-Mail Kam­pa­gnen zu betrei­ben: lis­ten­ba­sier­tes und tag­ba­sier­tes E-Mail-Mar­ke­ting.

All­ge­mein wird unter E-Mail-Mar­ke­ting ein News­let­ter ver­stan­den, der einem fes­ten Kun­den­stamm  regel­mä­ßig zuge­sen­det wird. Man­che Leu­te ver­ste­hen unter E-Mail Mar­ke­ting aber auch das stump­fe ver­sen­den von Wer­be­mails, in denen die aktu­el­len Son­der­an­ge­bo­te pro­mo­ted wer­den. Die Gren­ze zwi­schen Infor­ma­ti­on und Spam ist flie­ßend. Vie­le E-Mail-Mar­ke­ter sind des­we­gen stän­dig damit beschäf­tigt, die Spam.filter aus­zu­trick­sen, damit die Mails doch noch irgend­wie in den Post­ein­gang ihrer poten­zi­el­len Kun­den gelan­gen. Die Haupt­schwie­rig­keit die­ser Mar­ke­ting­me­tho­de liegt in dem grund­sätz­li­chen Auf­bau des lis­ten­ba­sier­ten Mar­ke­tings.

Als vor 15 Jah­ren die ers­ten Pro­gram­me für den auto­ma­ti­schen E-Mail-Ver­sand ent­stan­den, wur­de vor­ran­gig Wert auf die Mas­sen­aus­sen­dung (Push-Mar­ke­ting) von vie­len Mails gelegt – ohne dar­über nach­zu­den­ken, ob die Kun­den sol­che Mails über­haupt haben wol­len. Das Mot­to lau­te­te „viel hilft viel“, oder auch „das Geld liegt in der List“, was unge­fähr das Glei­che bedeu­tet. Das Kern­ele­ment die­ser Pro­gram­me ist eine mög­lichst gro­ße Lis­te, in der alle Adres­sen auf die glei­che Art und Wei­se bear­bei­tet wer­den.

Tagbasiertes E-Mail-Marketing als dynamische Verlängerung Ihrer Webseite

Die­ses lis­ten­ba­sier­te Mar­ke­ting gilt heu­te jedoch als starr und unfle­xi­bel. Seit eini­gen Jah­ren gewin­nen die tag­ba­sier­ten E-Mail Mar­ke­ting­sys­te­me mehr und mehr Markt­an­tei­le. Tag­ba­sier­tes E-Mail-Mar­ke­ting folgt einer ande­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­phi­lo­so­phie. Den­ken Sie sich tag­ba­siere­tes E-Mail-Mar­ke­ting als die Wei­ter­ent­wick­lung eines Blogs. Besu­cher kom­men zu einer Web­sei­te, die ihnen inter­es­san­ten Con­tent lie­fert, weil sie dort die Infor­ma­tio­nen erhal­ten, die sie gera­de suchen. Wenn sich Kun­den (frei­wil­lig) in ein OptIn-Feld ein­tra­gen, geben sie zum Aus­druck, dass sie ger­ne mehr von die­sen Infos haben wol­len. Wenn es einem E-Mail-Ver­sen­der nun gelingt, die­sen Inter­es­sen­ten auf­ein­an­der auf­bau­en­de E-Mails zu sen­den, d.h. das Wis­sen um einen Sach­ver­halt von Mail zu Mail zunimmt, dann bie­tet er sei­nen Lesern ech­ten Mehr­wert. Die Kun­den wer­den ger­ne sei­ne E-Mails lesen, und die­se nicht mehr als Push emp­fin­den, son­dern als wert­hal­ti­ge Infor­ma­ti­on. Cle­ver getex­te­te Mails füh­ren ihre Leser durch den Ver­kaufs­pro­zess, um ihnen am Ende (nach 5 oder 6 Mails) das ers­te kon­kre­te Ange­bot zu unter­brei­ten. Die­ses jedoch erst, wenn der Leser zum Aus­druck gebracht hat, dass er an die­sem Ange­bot auch tat­säch­lich inter­es­siert ist.

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Termingenauer Versand von tagbasierten E-Mails

Wie soll, das gehen?“ wer­den Sie sich viel­leicht fra­gen. Doch tag­ba­sier­tes E-Mail Mar­ke­ting ist ein sehr cle­ve­res Sys­tem, das genau regis­triert, wel­cher Leser, wann wel­che Mail geöff­net und gele­sen hat, oder wann er wel­ches Pro­dukt gekauft hat. Vor allem wird der Ver­sand von E-Mails nicht pau­schal über einen star­ren Ter­min gesteu­ert, son­dern für jeden Emp­fän­ger ein­zeln, je nach­dem wo er sich gera­de im Ver­kaufs­pro­zess befin­det. Bei Neu­en Kon­tak­ten erhält der Emp­fän­ger in kur­zen Abstän­den Infor­ma­tio­nen, die anschlie­ßend nur noch alle 10 Tage kom­men, bis bei einem nahe­rü­cken­dem Ver­kaufs­ab­schluss die Mails im Tages­ab­stand ein­tref­fen. Da sich jeder Inter­es­sent jedoch zu einem ande­ren Ter­min in das OptIn-Feld ein­ge­tra­gen hat, ver­sen­det das Sys­tem nun jede Mail zu einem unter­schied­li­chen Zeit­punkt. Bei einer gro­ßen Lis­te ent­steht auf die­se Wei­se eine sehr gro­ße Dyna­mik auf Ihrem E-mail-Ser­ver.

Der wirkungsvolle Unterschied zwischen listbasiertem und tagbasiertem E-Mail-Marketing

Nun fra­gen Sie sich viel­leicht, wes­halb man über­haupt so einen Auf­wand beim Ver­sand von E-Mails betrei­ben soll? War­um soll man nicht ein­fach mit dem her­kömm­li­chen Sys­tem wei­ter­ar­bei­ten. Es hat doch eigent­lich ganz gut funk­tio­niert? Doch stel­len Sie sich ein­mal vor, Sie ver­kau­fen zwei Pro­duk­te: Pro­dukt A und Pro­dukt B. Die Käu­fer Ihres Pro­duk­tes A tra­gen Sie in Ihre Email-Lis­te: Lis­te A, ein. Die Käu­fer von Pro­dukt B tra­gen Sie in Ihre Email-Lis­te: Lis­te B ein.

Nun kommt es aber vor, dass Käu­fer des Pro­duk­tes A gleich­sam auch das Pro­dukt B kau­fen. Also die Käu­fer Pro­dukt A und B gekauft haben. An die­ser Stel­le haben Sie mit einem lis­ten­ba­sier­tem Sys­tem ein Pro­blem. Denn wenn Sie nun einen News­let­ter (Eine Wer­be­mail) schrei­ben wol­len, der an alle Käu­fer gerich­tet ist, die NICHT Pro­dukt B gekauft haben, haben Sie plötz­lich eine Lis­te A, in der sich Käu­fer von Pro­dukt B und A befin­den. Da Sie hier mit einem lis­ten­ba­sier­tem Sys­tem kei­ne Aus­schluss­mög­lich­kei­ten haben, kommt es zu einer pein­li­chen Wer­be­ak­ti­on, da bereits gewon­ne­ne Kun­den die sel­be Wer­bung erhal­ten, wie noch nicht gewon­ne­ne Kun­den.

Durch tagbasiertes E-Mail-Marketing Kundenärger vermeiden

Sie schrei­ben Käu­fer an, die bereits gekauft haben. Dies ist für Kun­den beson­ders ärger­lich, wenn Sie eine Preis­re­duk­ti­on Ihres Pro­duk­tes vor­neh­men und die­ses nun bil­li­ger ist, als der Preis den Ihr Kun­de damals gezahlt hat.

Natür­lich haben Sie die Mög­lich­keit, Ihre Lis­ten zu expor­tie­ren und zu ver­glei­chen, und manu­ell zu aktua­li­sier­ten, sodass Sie wis­sen wel­cher Kun­de, wel­che Pro­duk­te gekauft hat und in wel­che Lis­te ein­ge­tra­gen ist.

Sofern Sie jedoch 50 oder mehr Pro­duk­te bewer­ben und einen gro­ßen Kun­den­stamm haben, wird die­se Arbeit zur Sys­i­phus­ar­beit. Stel­len Sie sich dar­über hin­aus vor, dass ein Käu­fer sich in meh­re­re Ihrer Lis­ten ein­ge­tra­gen hat. Was für eine wahn­sin­ni­ge manu­el­le Arbeit sich hier­aus erge­ben wür­de, wenn Sie nun alle Lis­ten und alle Käu­fer ver­glei­chen müss­ten?

Mit sol­chem Stein­zeit­mar­ke­ting ist das Cha­os vor­pro­gram­miert. Ihre Kun­den tra­gen sich aus Ihren Lis­ten aus, weil sie spü­ren, dass Sie nur Teil einer Lis­te sind und nicht per­sön­lich gemeint sind. Sie ver­lie­ren wert­vol­le Kun­den und erlei­den einen Ver­trau­ens­ver­lust bei den blei­ben­den Kun­den. Es kann dabei sogar noch schlim­mer kom­men: Wenn sich einer ihrer Kun­den nun aus einer Lis­te aus­ge­tra­gen hat, und sich aber mehr­mals ein­ge­tra­gen hat, ist er in ande­ren Lis­ten als Kun­de noch vor­han­den und bekommt wei­ter­hin E-Mails von Ihnen. Wenn er sich wirk­lich von Ihnen genervt fühlt, kann er Ihnen unnö­ti­gen Stress machen und im schlimms­ten Fall sogar eine Abmah­nung schi­cken.

Wel­ches E-Mail Mar­ke­ting Sys­tem benut­zen Sie?

Erfah­ren Sie hier wel­che ver­schie­de­nen Anbie­ter er zu wel­chen Sys­te­men gibt.

Ich freue mich auf Ihre Ergeb­nis­se, denn Erfolg macht süch­tig!

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n.h.

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