Vorsicht ansteckend: Viralmarketing

Es gibt Bil­der, Vide­os oder Infor­ma­tio­nen, die teilt man ger­ne mit sei­nen Kol­le­gen. Ein Gag, eine wit­zi­ge Idee, ein „Hin­gu­cker“: Genau die­se Infos bezeich­net man als „viral“. Viral­mar­ke­ting ist dem­nach die Kunst, so auf­fäl­li­ge Infor­ma­tio­nen zu gestal­ten, dass sie von allei­ne Ver­brei­tung fin­den. Hier lesen Sie, wie vira­les Mar­ke­ting funk­tio­niert und wofür Sie es brau­chen.

Viral­mar­ke­ting (oder auch Vira­les Mar­ke­ting) ist anste­ckend und ver­brei­tet sich, wie Viren, wahn­sin­nig schnell. Bekannt gewor­den ist Viral­mar­ke­ting in den sozia­len Netz­wer­ken wie Face­book oder Lin­kedIn. Aber ehr­lich, eigent­lich funk­tio­niert es über­all. Hören Sie einen guten Witz – sie erzäh­len ihn wei­ter. Genau­so ist es mit guten Geschich­ten, guten Infor­ma­tio­nen, Bil­dern oder Vide­os. Denn heu­te ist es unheim­lich ein­fach, einen guten Bei­trag oder Film ein­fach wei­ter zu emp­feh­len.

Aus Sicht von Wer­be­trei­ben­den ist eine vira­le Ver­öf­fent­li­chung wie ein Sech­ser im Lot­to. Denn die ein­mal publi­zier­te Infor­ma­ti­on wird tau­send­fach wei­ter­ge­lei­tet, ohne dass sie sich dar­um küm­mern müs­sen. Gleich­zei­tig wer­den sie von Bekann­ten, Kol­le­gen oder Freun­den wei­ter­emp­foh­len und erhal­ten dadurch eine zusätz­li­che Bedeu­tung. Eine Mel­dung wird tau­send­mal lie­ber geöff­net, wenn sie von einem Freund oder Kol­le­gen emp­fan­gen wur­de, als wenn man sie von irgend­je­mand anonym emp­fan­gen wur­de.

Nun haben Sie schon die bei­den wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten von Viral­mar­ke­ting ver­stan­den:

  1. Die Nach­richt wird ger­ne geteilt
  2. Die Nach­richt von Freun­den und Bekann­ten hat einen höhe­ren Stel­len­wert, als die einer anony­men Her­kunft.

Wie kann man von Viralmarketing profitieren?

 

Wozu braucht nun ein Unter­neh­men Viral­mar­ke­ting und war­um soll­te man sich damit beschäf­ti­gen? Viral­mar­ke­ting funk­tio­niert so ähn­lich wie Gue­ril­la Mar­ke­ting. Wenn man es rich­tig anwen­det ist es preis­wert und bringt den­noch sehr gro­ße Bekannt­heit, wenn nicht sogar neue Kun­den. Nie war es ein­fa­cher als heu­te, wit­zi­ge oder pro­vo­kan­te Ide­en auf so ein­fa­che Wei­se zu ver­schi­cken. Hel­fen Sie Ihren Kun­den und machen Sie ihnen ein unwi­der­steh­li­ches Ange­bot, das die­se nicht allei­ne sehen wol­len.

Das Geheim­nis von Virus­mar­ke­ting ist, das Über­schrei­ten von „Hemm­schwel­len“. Vira­ler Con­tent ist dann mit-tei­lungs-wür­dig, wenn es die Emo­ti­on berührt. Die­ser Effekt lässt sich sogar mes­sen. Solan­ge etwas „nor­mal“ ist, wird es ange­klickt, und wie­der ver­ges­sen, wenn man sich jedoch eine Situa­ti­on vor­stellt, wie sie Fried­rich Lich­ten­berg  in sei­nem Video spielt, pas­siert der Spot pro­blem­los die „lin­ke Hirn­hälf­te“ und geht bis in den Bauch. Der vira­le Spot von EDEKA wur­de über 4 Mil­lio­nen mal ange­se­hen. Frei­wil­lig. Bes­ser kann Wer­bung gar nicht funk­tio­nie­ren.

Vira­les Mar­ke­ting setzt ein gewis­ses maß an Krea­ti­vi­tät und Unver­fro­ren­heit vor­aus. Wol­len Sie ähn­li­che Effek­te für Ihre Unter­neh­mens­wer­bung ein­set­zen, brau­chen Sie zunächst eine inten­si­ve Vor­be­rei­tungs­pha­se. Wel­che Kun­den wol­len Sie errei­chen? Und wie kann man die­se aus ihrer Kom­fort­zo­ne schub­sen? Zunächst soll­ten Sie sich des­halb über­le­gen, wel­che Anrei­ze Sie erschaf­fen kön­nen, um hohe Auf­merk­sam­keit bei Ihren Usern im Netz zu erhal­ten.

Die Men­schen müs­sen von der Kam­pa­gne in ihrem Arbeits­all­tag berührt wer­den. Dies errei­chen Sie häu­fig durch wit­zi­ge oder kon­tro­ver­se The­men. Defi­ni­tiv fehl am Platz sind hier klas­si­sche Wer­be­bot­schaf­ten. Wecken Sie Emo­tio­nen bei den Men­schen. Wel­che The­men berüh­ren Men­schen, mit wel­chen The­men kön­nen Sie sich iden­ti­fi­zie­ren, was bringt sie zum Lachen. Was sind aktu­el­le The­men oder was sind so rele­van­ten Inhal­te, dass sie es wert sind geteilt zu wer­den? Für jede vira­le Mar­ke­ting Kam­pa­gne muss ein Auf­hän­ger her. Sie soll­ten sich daher mit Kol­le­gen und Krea­ti­ven zusam­men set­zen und ein Brain­stor­ming machen. Schrän­ken Sie ihre Krea­ti­vi­tät nicht vor­schnell ein und über­le­gen Sie auch, wel­che Mit­tel Ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen (Bil­der, Vide­os, Ana­ly­sen, Gewinn­spie­le, Pla­ka­te, Fly­er etc.)

 

Die Umsetzung von viralen Marketingkampagnen

 

Sobald Sie eine gute Idee gefun­den haben, geht es an die Umset­zung der Viral­mar­ke­ting­stra­te­gie. Die meis­ten vira­len Kam­pa­gnen brau­chen eini­ges an Vor­lauf­zeit um z. B ein Video zu pro­du­zie­ren oder Web­sei­ten auf zu set­zen. Eine gute Vor­be­rei­tung ist ent­schei­dend für den gelun­ge­nen Start. Es ist näm­lich so, dass die meis­te Auf­merk­sam­keit inner­halb der ers­ten zwei Wochen erzielt wird, daher darf hier nichts schief­lau­fen. Bei­spiels­wei­se darf eine Web­sei­te wäh­rend der Kam­pa­gne kei­ne Feh­ler auf­wei­sen und Vide­os müs­sen in guter Qua­li­tät abruf­bar sein.

 

Auch wenn Viralmarketing spontan aussieht — Planung ist das A und O

Egal wie groß die Reich­wei­te Ihrer vira­len Kam­pa­gne am Ende sein wird, sie muss zunächst von einer Grup­pe von Men­schen los­ge­tre­ten wer­den. Die­se Pha­se wird auch See­ding genannt. Die Saat muss so aus­ge­legt wer­den, dass eine gro­ße Pflan­ze dar­aus wach­sen kann. Bes­tens geeig­net für das See­ding sind Stamm­kun­den, Fans, bekann­te Blogs, Twit­ter-Accounts und sehr akti­ve Face­book-Nut­zer. Sie sol­len sich also nach Per­so­nen umschau­en, die selbst einen Leser­kreis haben und des­halb Ihre Mel­dung ver­brei­ten kön­nen.

Soll­ten Sie kei­ne See­ding-Kon­tak­te haben, kön­nen Sie auch auf See­ding-Agen­tu­ren zurück grei­fen, die sich auf vira­les Mar­ke­ting spe­zia­li­siert haben. Die­se wer­den dann für eine mög­lichst hohe Streu­ung der Kam­pa­gne sor­gen und die­se zum Erfolg füh­ren.

Wenn Sie sich auf die Suche machen, wer­den Sie vie­le tol­le Bei­spie­le für vira­les Mar­ke­ting im Inter­net fin­den. Hier möch­te ich noch ein­mal her­vor­he­ben, dass vira­les Mar­ke­ting nicht nur für den Kon­su­men­ten­markt geeig­net ist. Auch unter Kol­le­gen wer­den ger­ne wit­zi­ge, geist­rei­che und infor­ma­ti­ve Inhal­te getauscht. Den­ken Sie doch ein­mal selbst dar­an, was Sie Ihren Kol­le­gen in der frei­en Zeit zwi­schen Mee­ting und Mit­tags­pau­se wei­ter­lei­ten wür­den? Wenn Sie selbst Ihrem Kol­le­gen eine Info ger­ne wei­ter­lei­ten wür­den – dann ist sie viral

Fazit: Viral­mar­ke­ting eig­net sich dafür, die Mar­ken­be­kannt­heit zu stei­gern.

Haben Sie bereits vira­le Aktio­nen durch­ge­führt? Wel­ches war das letz­te Bild/Video/Gewinnspiel das Sie geteilt haben?

Den­ken sie dar­an: Erfolg mach süch­tig!

P.S. Ger­ne lade ich Sie ein den Bei­trag zu tei­len, wenn er Ihnen gefal­len hat. Ler­nen wir gemein­sam was viral bedeu­tet!

n.h.

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